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Nasa kämpft mit Datenmüll der Raumsonde: Voyager 1 soll repariert werden

Nasa kämpft mit Datenmüll der Raumsonde Voyager 1 soll repariert werden
Die Raumsonde Voyager 1 sendet nur noch Datenmüll zur Erde. Ingenieure der Nasa arbeiten an einer Lösung, stehen aber vor großen Herausforderungen.

Die Raumsonde Voyager 1 sendet nur noch Datenmüll zur Erde. Ingenieure der Nasa arbeiten an einer Lösung, stehen aber vor großen Herausforderungen.

Voyager 1 ist das am weitesten von der Erde entfernte von Menschenhand geschaffene Objekt und die erste Raumsonde, die den interstellaren Raum erreicht hat. Sie erkundet unser Sonnensystem seit 46 Jahren. Doch seit Mitte November gibt es Probleme.

Wie die Nasa mitteilt, beeinträchtigt eine Computerstörung die Fähigkeit von Voyager 1, Telemetriedaten zur Erde zurückzusenden. Dazu gehören Messungen der wissenschaftlichen Instrumente des Raumschiffs und grundlegende technische Informationen über den Betrieb der Sonde. Es gibt also keinen Einblick in wichtige Parameter der Antriebs-, Energie- und Kontrollsysteme.

Sonde soll in den Arbeitsmodus versetzt werden

Die Lösung des Problems könnte darin bestehen, dass die Voyager-Sonde in einen Arbeitsmodus versetzt wird, um den Fehler zu isolieren. Dieser Zustand ist der Sonde nicht fremd: Zuletzt arbeitete sie in diesem Modus, als sie in den Jahren 1979 und 1980 am Jupiter und Saturn vorbeiflog.

Auf der Plattform X hat die Nasa vor wenigen Tagen ein Update veröffentlicht. Dort heißt es: "Die Ingenieure arbeiten immer noch daran, ein Datenproblem auf Voyager 1 zu lösen. Wir können mit der Sonde sprechen, und sie kann uns hören, aber das ist ein langsamer Prozess angesichts der unglaublichen Entfernung der Sonde von der Erde."

Die entscheidenden Faktoren bei der Lösung des Problems sind Entfernung und Zeit: Denn um die mehr als 24 Milliarden Kilometer zu überbrücken, dauert es über 22 Stunden, bis ein Signal von der Erde die Voyager 1 erreicht. Und genauso lange benötigt eine Antwort für den Rückweg.

"Viele der Voyager-Leute sind tot"

"Es wäre das größte Wunder, wenn wir sie zurückbekommen", sagte Voyager-Projektleiterin Suzanne Dodd dem Wissenschaftsportal "Ars Technica". "Es gibt noch andere Dinge, die wir versuchen können. Aber dies ist bei Weitem das schwerwiegendste, seit ich Projektmanagerin bin."

Hinzu kommt, dass viele der Ursprungsteilnehmer des Voyager-Projekts bereits verstorben sind. Somit haben die Nasa-Ingenieure keine andere Wahl, als jahrzehntealte Anleitungen auf Papier durchzuarbeiten. Immerhin zeigen diese Schwierigkeiten deutlich, wie beeindruckend es ist, dass diese weit gereiste Sonde überhaupt noch aktiv ist.

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