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Sturms Spagat zwischen Selbstvertrauen und Selbstzufriedenheit

Sturms Spagat zwischen Selbstvertrauen und Selbstzufriedenheit
Der SK Sturm Graz zeigte im Hinspiel gegen Slovan Bratislava eine seiner besten Saisonleistungen. Für Trainer Christian Ilzer ist der 4:1-Sieg gegen den slowakischen Meister eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges, aber keinesfalls eine Garantie für

Der SK Sturm Graz zeigte im Hinspiel gegen Slovan Bratislava eine seiner besten Saisonleistungen. Für Trainer Christian Ilzer ist der 4:1-Sieg gegen den slowakischen Meister eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges, aber keinesfalls eine Garantie für den Einzug ins Conference-League-Achtelfinale.

Sturm wusste gegen Slovan Bratislava zu überzeugen. 

Sturm wusste gegen Slovan Bratislava zu überzeugen.  GEPA pictures

Die europäische Reise des SK Sturm Graz scheint in die Verlängerung zu gehen. Nach dem 4:1-Heimerfolg über Slovan Bratislava haben die Steirer vor dem Rückspiel in einer Woche gute Karten, in das Achtelfinale der Conference League einzuziehen. "Meine Mannschaft hat mir heute richtig Freude gemacht", lobte Trainer Christian Ilzer die Leistung seiner Spieler. "Es war richtig gut, ihnen zuzusehen."

Conference-League-Zwischenrunde

Nach "spektakulären" ersten 45 Minuten habe sein Team in der zweiten Halbzeit "ein richtiges Topspiel" gezeigt, führte Ilzer aus. Die Basis für die Leistungssteigerung nach Wiederbeginn sei dabei schon vor der Halbzeitpause gelegt worden. "Wir haben das Spiel auf hohem Tempo und hoher Intensität gehalten. Da hat unser Gegner natürlich Tribut zollen müssen."

Sturm bleibt stets am Drücker

Eröffnet wurde der Torreigen in Graz-Liebenau bereits in der vierten Minute von Winter-Neuzugang Mika Biereth. "Das hat nicht nur meine Nerven, sondern auch jene der restlichen Mannschaft beruhigt", meinte der Angreifer über seinen Treffer in Sturms erstem Europacup-Frühjahrsauftritt seit 23 Jahren. "In der zweiten Halbzeit haben wir gewusst, dass wir das Spiel gewinnen werden", erklärte Biereth, dessen Teamkollegen nach seiner Auswechslung (72.) und der Roten Karte von Vladimir Weiss Jr. (78.) vehement auf den vierten Treffer drückten: "Damit wir eine noch bessere Ausgangsposition für die kommende Woche haben."

Dieser sollte schlussendlich dem erst 18-jährigen Amady Camara in der Nachspielzeit glücken. "Er ist ein Spieler, mit dem wir im Sommer nicht unbedingt gerechnet haben", sagte Ilzer über den Stürmer, der im Herbst großteils für die zweite Mannschaft aufgelaufen war - und in der 2. Liga mit sechs Treffern und vier Vorlagen in 13 Spielen eine Duftmarke hinterlassen hatte. Gegen Slovan schrieb Camara nun erstmals bei den Profis an. Sturm, so Ilzer, werde mit dem Mann aus Mali "noch eine Riesenfreude" haben.

"Unterschiedsspieler" Kiteishvili lässt Vertragsverlängerung offen

Wie lange sich der Grazer Anhang noch an Otar Kiteishvili erfreuen wird können, steht unterdessen in den Sternen. Der Vertrag des Georgiers, der am Donnerstag einmal mehr der Dreh- und Angelpunkt im schwarz-weißen Offensivspiel war und vom Elfmeterpunkt das zwischenzeitliche 3:1 erzielte, läuft mit Saisonende aus. "Wir sprechen mit dem Klub, die Verhandlungen dauern an. Wir werden sehen, was in der Zukunft passiert. Mehr kann ich nicht sagen", gab sich der Mittelfeldmann, der mit kicker-Note 1,5 zum Spieler des Spiels avancierte, bedeckt. 

"Der absolute Unterschiedsspieler" zeige jede Woche, welchen Stellenwert er für die Mannschaft habe, so Ilzer. "An allem anderen ist Andi (Schicker, Sturms Geschäftsführer Sport, Anm.) dran. Er ist in ständigem Austausch mit seinem Berater. Aber es gibt für Sturm Graz auch irgendwo Grenzen, das ist auch klar." Kiteishvilis Berater soll sich dieser Tage für Vertragsgespräche in der steirischen Landeshauptstadt befinden.

Für Sturm geht es indes bereits am Sonntag (17 Uhr, LIVE! bei kicker) mit dem nächsten Schlager gegen Rapid weiter. Das Rückspiel bei Slovan steigt am kommenden Donnerstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker). "Wir können sehr viel Selbstvertrauen aus dem Spiel mitnehmen", meinte Ilzer. "Aber es soll uns nicht in Sicherheit wiegen."

Nikolaus Fink

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