EU-Sanktionen gegen Russland: Von "verkraftbarer" bis zur "nuklearen Option"

„Und ich kann mir schwer vorstellen“, sagt Astrov, „dass es wirklich dazu kommt, dass Europa aus Russland kein Gas mehr kauft.“ Theoretisch könnten die Europäer bei ihren Gasgeschäften auf den Euro umsteigen – doch das würde wieder zu Spannungen mit den USA führen. Zudem würde es die Wirkung der Sanktionen unterlaufen.
...gegen Oligarchen.
So gut wie sicher sind hingegen geplante Sanktionen gegen kremlnahe Oligarchen. Gegen sie dürften Einreiseverbote in die EU verhängt und ihre Vermögen hier eingefroren werden.
Anleihen-Bremse.
Russischen Öl- und Gaskonzernen soll erschwert werden, Kapital an ausländischen Finanzmärkten aufzunehmen. Angedacht ist auch ein Verbot für europäische Banken, russische Staatsanleihen zu kaufen. Anders gesagt: Für Russlands Regierung wird es schwieriger, ihre Auslandsschulden zu refinanzieren.
Ökonom Astrov bezweifelt allerdings, ob solch eine Maßnahme Moskau wirklich treffen würde: „Kurzfristig wäre es schon ein Schock für die russische Wirtschaft“, sagt der Experte, „aber nicht auf mittlere Sicht gesehen. Denn in den vergangenen Jahren hat Russland große Schritte gesetzt, um seine Verwundbarkeit gegenüber westlichen Sanktionen zu reduzieren.“ So wurden die Staatsverschuldung gesenkt, die Währungsreserven aufgestockt, die Wirtschaft von westlichen Importen unabhängiger gemacht.
...gegen bestimmte Banken
Möglich scheint die Option, bestimmte russische Banken vom SWIFT-Zahlungssystem auszusperren. Diese wären dann von den meisten globalen Transaktionen ausgeschlossen.
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