Jay-Z, Hausschuhe und ein Boykott

Ein Blick in Pumas Bilanz für das Geschäftsjahr 2021 zeigt erst einmal nur Rekorde, es war schließlich trotz aller Lieferengpässe und Produktionsschwierigkeiten das beste Jahr in der fast 75 Jahre währenden Unternehmensgeschichte des Dax-Konzerns. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich indes Probleme, die vor allem im chinesischen Markt liegen. Vorstandschef Björn Gulden gab sich am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz deshalb zurückhaltend. „Ich kann für das Jahr 2022 kein Wachstum in China versprechen“, sagte der Norweger.
Wirtschaftskorrespondentin in München.
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Man hoffe natürlich, so schnell wie möglich in dem bedeutenden Absatzmarkt, der für Puma auch für rund ein Drittel der gesamten Produktion steht, zu Wachstum zurückzukehren, aber das sei schwer vorherzusehen. In China haben Puma, aber auch andere westliche Hersteller seit einigen Monaten einen drastischen Nachfragerückgang zu verkraften. Dort war im vergangenen Frühjahr zum Boykott westlicher Marken aufgerufen worden, seit Amerika und die EU Sanktionen wegen des Umgangs mit der ethnischen Minderheit der Uiguren beschlossen hatten. Im Jahresverlauf hatten sich die Umsätze immer schlechter entwickelt, im Abschlussquartal lag das Minus bei 27 Prozent, im Gesamtjahr ging der Umsatz um 6 Prozent zurück. Gulden sagte am Donnerstag, man hoffe, dass sich die Situation durch die Olympischen Spiele entspanne, aber derzeit könne man noch nicht wieder mit chinesischen Prominenten in den sozialen Medien werben. „Dann erntet man einen Shitstorm“, sagte er. Im ersten Quartal werde der Absatz in China zurückgehen.
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