Teams wird zum Malware-Einfallstor

Cyberkriminelle entdecken Teams als ideales Vehikel, um Malware in die Betriebs-IT zu schleusen. Dies schreibt das Security-Unternehmen Avanan in einem aktuellen Blog-Beitrag.
Seit Januar 2022 habe man beobachtet, wie Hacker bösartige ausführbare Dateien in Teams-Konversationen einschleusten, berichtet Avanan. Die so injizierten Dateien würden dabei Daten in die Windows-Registrierung schreiben, DLL-Dateien installieren und Verknüpfungen erstellen, über die sich das Programm dann selbst verwalten könne. Avanan hat eigenen Angaben zufolge Tausende dieser Angriffe pro Monat beobachtet.
Erschwerend kommt gemäss dem Avanan-Blog-Bericht hinzu, dass der Standardschutz für Teams unzureichend ist. So sei die Suche nach bösartigen Links und Dateien begrenzt, heisst es. «Ausserdem bieten viele E-Mail-Sicherheitslösungen keinen robusten Schutz für Teams», schreiben die Avanan-Forscher weiter und warnen davor, dass Hacker, denen der Einbruch in Teams gelungen sei, «einen Freibrief für Angriffe auf Millionen ahnungsloser Benutzer» erhielten.
Schliesslich wird Teams von den meisten Benutzerinnen und Benutzern noch als vertrauenswürdig wahrgenommen. Avanan verweist in diesem Zusammenhang auf eine eigene Analyse in Spitälern, die Teams verwenden. Hier sei es gang und gäbe, dass Ärztinnen und Ärzte Patientendaten über Teams teilen würden. «Das medizinische Personal kennt im Allgemeinen die Risiken des Informationsaustauschs per E-Mail, ignoriert diese aber, wenn es um Teams geht», beobachtet Avanan.
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