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„Doppelter Knalleffekt“ machte aus der Erde einen gigantischen Eisball

Doppelter Knalleffekt machte aus der Erde einen gigantischen Eisball
Die Sturtische Eiszeit hielt die Erde 57 Millionen Jahre lang in ihrem Griff. Forschende haben nun herausgefunden, warum sie so lange...
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Stand: 15.02.2024, 16:39 Uhr

Von: Tanja Banner

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So könnte die Erde vor etwa 700 Millionen Jahren ausgesehen haben. © Nasa

Die Sturtische Eiszeit hielt die Erde 57 Millionen Jahre lang in ihrem Griff. Forschende haben nun herausgefunden, warum sie so lange andauerte.

Sydney – Vor etwa 700 Millionen Jahren war die Erde fast vollständig in Eis gehüllt. 57 Millionen Jahre lang hielt die sogenannte Sturtische Eiszeit den Planeten in ihrem eisigen Griff. Menschen und Tiere störte das damals nicht, denn es gab noch keine. Trotzdem ist diese Zeit für die Forschung besonders spannend. „Stellen Sie sich vor, die Erde wäre fast vollständig zugefroren“, sagt Adriana Dutkiewicz, eine Wissenschaftlerin an der Universität Sydney. „Genau das geschah vor etwa 700 Millionen Jahren: Der Planet war von den Polen bis zum Äquator mit Eis bedeckt und die Temperaturen sanken.“

Die Frage, was diese extreme Eiszeit, bekannt als Sturtische Eiszeit, ausgelöst hat und warum sie unglaubliche 57 Millionen Jahre andauerte, war lange Zeit ein Rätsel für die Wissenschaft. „Für den Auslöser und das Ende dieser extremen Eiszeit wurden verschiedene Ursachen vorgeschlagen, aber am rätselhaftesten ist, warum sie 57 Millionen Jahre andauerte – eine Zeitspanne, die für uns Menschen schwer vorstellbar ist“, sagt Dutkiewicz.

Warum die Erde so lange eine eisige Kugel war

Doch nun scheint das Forschungsteam um Dutkiewicz eine Antwort auf dieses Rätsel gefunden zu haben. „Wir glauben jetzt, dass wir das Rätsel geknackt haben“, sagt Dutkiewicz und fügt hinzu: „Historisch niedrige vulkanische Kohlendioxidemissionen, die durch die Verwitterung eines großen Haufens vulkanischen Gesteins im heutigen Kanada begünstigt wurden; ein Prozess, der atmosphärisches Kohlendioxid absorbiert.“ Die Studie wurde im Fachjournal Geology veröffentlicht.

Die Forschungsgruppe nutzte dafür ein Modell, das die Entwicklung der Kontinente und Ozeane nach dem Zerfall des alten Superkontinents Rodina darstellt. Sie kombinierte dies mit einem Computermodell, das die CO₂-Ausgasung von Unterwasservulkanen entlang mittelozeanischer Rücken berechnet. Dabei stellte das Team fest, dass der Beginn der Sturtischen Eiszeit genau mit einem historischen Tiefpunkt der vulkanischen CO₂-Emissionen zusammenfiel. Während der gesamten Eiszeit blieb der CO₂-Ausstoß relativ niedrig.

Vulkane gaben weniger CO₂ ab – und die Erde kühlte ab

Dietmar Müller, ein Mitautor der Studie, erklärt in einer Mitteilung: „Die Geologie hat das Klima zu dieser Zeit bestimmt. Wir glauben, dass die Sturtische Eiszeit durch einen doppelten Knalleffekt ausgelöst wurde: Eine plattentektonische Neuordnung brachte die vulkanische Entgasung auf ein Minimum, während gleichzeitig eine kontinentale Vulkanprovinz in Kanada zu erodieren begann und dabei atmosphärisches CO₂ verbrauchte.“

Das Ergebnis war ein drastischer Rückgang des Kohlendioxids in der Atmosphäre. „Der atmosphärische CO₂-Gehalt sank auf ein Niveau, bei dem die Vereisung einsetzt – was nach unseren Schätzungen unter 200 Teilen pro Million liegt, weniger als die Hälfte des heutigen Wertes“, erklärt Müller.

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Erde wird eher heißer, statt erneut zum Eisball zu werden

Trotz der Tatsache, dass die Erde derzeit auf einem Kurs mit weniger vulkanischen CO₂-Emissionen ist, ist die Wissenschaft nicht besorgt, dass der Planet in absehbarer Zeit wieder zu einem eisigen Ball werden könnte. Stattdessen liegt der Fokus auf den Auswirkungen der globalen Erwärmung, wie schmelzenden Gletschern, steigenden Meeresspiegeln und zunehmenden Temperaturen. Eine aktuelle Studie hat erst kürzlich gezeigt, dass die Erde in den kommenden 250 Millionen Jahren sich zum Superkontinent Pangea Ultima hinentwickeln könnte. Die riesige Landmasse soll so heiß sein, dass Säugetiere aussterben könnten.

Dutkiewicz betont die Bedeutung des Verständnisses geologischer Klimaveränderungen und warnt vor der Geschwindigkeit des vom Menschen verursachten Klimawandels: „Was auch immer die Zukunft bringt, es ist wichtig zu wissen, dass geologische Klimaveränderungen, wie sie hier untersucht wurden, extrem langsam ablaufen. Nach Angaben der Nasa vollzieht sich der vom Menschen verursachte Klimawandel zehnmal schneller, als wir es bisher erlebt haben.“ (tab)

Die Redakteurin hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

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