Inflationsdruck nimmt noch zu, Lieferengpässe lassen aber bereits nach

Die Eskalation in der Ukraine haben die jüngsten Umfragen zum Geschäftsklima im Euroraum und in den USA noch nicht erfasst. So zeigen die vorläufigen Ergebnisse vom Februar vor allem eine Erholung der Dienstleister, die Ende 2021 noch unter den Pandemieeinschränkungen gelitten hatten. Für die Industrie gibt es ebenfalls einen Hoffnungsschimmer: Die Lieferengpässe lassen nach – notieren aber weiter auf hohem Niveau. Derweil verschlechterten sich die Aussichten für die Teuerung.
Der Einkaufsmanagerindex, der auf Einkaufsmanagerbefragungen des IHS Markit-Instituts beruht, stieg kräftig in der Eurozone. Das Plus für Industrie und Dienstleister lag bei 3,5 Punkten im Vergleich zum Januar. Das Barometer signalisierte mit 55,8 Zähler das stärkste Wirtschaftswachstum seit September, schreiben die Markit-Fachleute. Ab einer Schwelle von 50 Punkten deutet der Indikator gewöhnlich auf bessere Geschäfte hin. In den USA ging es von 51,1 auf 56 Zähler nach oben.
Dienstleister profitierenMit den gelockerten Coronarestriktionen zog die Nachfrage nach vielen verbrauchernahen Dienstleistungen wie Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung an, wie Markit-Chefökonom Chris Williamson sagte. «Der Ausblick fiel ebenfalls wieder optimistischer aus, da die Unternehmen auf eine weitere Konjunkturerholung hoffen, was wiederum die Einstellungsbereitschaft steigen liess.»
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